Film & Presse

Bekannt aus dem BR-Fernsehen

Kochgeschichten - "Pichelsteiner und Zitronengras"
Ein Film von Martin Lippl. Erhältlich im BR-Shop

Hüttenwirte - "Abschied vom Arber"
Ein Film von Eva Severini. Bayerisches Fernsehen

Donau TV - Kulinarisch
Eine Sendung von Herrn Kerscher

Guat Essen & Trinken bei uns dahoam
Ein Buch von Helmut Kilian - "von urig bis edel" - für Feinschmecker und Bratkartoffelliebhaber. Im ateca-Verlag erschienen.


Kritiken

Rezension vom 06.01.11 - testone (www.restaurant-kritik.de)

♦ nachtarock an heilig drei könig ♦

Am Abend tobte der Bär. Der Eisstockbär. Wieder hatten die gewonnen, die immer gewinnen.
Samuel Fischer, Sohn der Wirtsleute, hatte reserviert. Wir hätten sonst keinen Platz bekommen. Wir, das heißt genau: Hannah war auch mit dabei. Die Tochter von Samuel. Ein pfiffiges, sehr gut erzogenes Mädl. Macht Spaß, mit ihr sich zu unterhalten.

Wir behockten zu Dritt einen Sechsertisch. Schlecht für den Wirt.

Aber gut für mich, weil ich etwas herunterkam von meiner »blinden« Verliebtheit beim ersten Test. Ich bezweifle es allerdings ernsthaft, ob ich auf meine alten Tage das noch lerne.

Was tu’ ich mich ab: Es kommt in die Schublade »überemotional«. Immer noch besser als »schlaftablettig«. Und beim dritten Menü aus Bangkog wissen wir alle, wo es lang geht!
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♥ am chao phraya river rott

Man braucht einen sehr großen Topf. Da hinein kommt reichlich Wasser vom Chao Phraya River, einige Kilo Arbersteine aus 1358 Meter Höhe und ein Sack voll Klaviertasten, überwiegend weiße. Diese Art Suppe, in Asien gerne guay jap genannt, köchelt nun etwa siebenundzwanzig Jahre vor sich hin, nicht immer still, bis sie zum Schluss vorsichtig ab und zu mit sehr langsamem Rottwasser aufgegossen werden muss, damit sie nicht zu arg eindickt.
Meistens am 23. November ist sie fertig, die legendäre Somrudeeignazbouillon, um die sich Globetrottergourmets buchstäblich schlagen. Ich hatte großes Glück, als ich am Abend des 27. November unbehelligt kosten konnte, denn im ersten Stock des niederbayerischen Wirtshauses in Brombach an der Rott feierte eine Christbaumversteigerung und bescherte mir eine leere Wirtsstube. Wirtin Somrudee umsorgte mich wie einen heimgekehrten Sohn und bekochte mich so ausgezeichnet, dass ich glaubte, am Ufer des romantischen Bangkokflusses zu sitzen oder, aktueller,  am Ecktisch im schneewindumtosten Arberschutzhaus.

Ein geschenkter Abend meines Lebens. Herzlicher Dank nach Brombach. Würde ich nicht zweihundert Kilometer von ihnen entfernt zu Hause sein, ich säße immer wieder bei Ignaz und Somrudee.

 

Eine total verrückte Sache? Nein, wundervolle Wirklichkeit, die jeder Thailiebhaber zwischen Passau und Pfarrkirchen seit 2008 nachvollziehen kann. Denn da zogen das großartige Frauenzimmer und der begnadete Passauer Pianist nach achtundzwanzig(!) Jahren Wirtsleut’ im legendären Arberschutzhaus an die Rott. Auf dem höchsten Bayerwaldberg hatte die Thailänderin mit dem goldenen Gaumen bayerisch gekocht, dass den Wanderern und Skifahrern Hören und Sehen verging.
Und wer einen Teller aus Bangkok wollte, kein Problem.

»Ich mache Ihnen kleine Kostploben von meinel Küche, ist das o.k.?« Die Frau ist auch noch megacharmant. Meine lapidare Antwort: »Ich mache alles, was sie wollen!« Eine weise Entscheidung. Auch  das Bayerische Fernsehen erkannte das Ungewöhnliche auf dem Arbergipfel und drehte den Film »Pichelsteiner und Zitronengras«.

 

Fix zurück in den Graf Arco Hof. Entencurry scharf in Kokosmilchsoße, mit Ananas und Paprikaschoten, gedämpfter Basmatireis (13,50 €) ist perfekt in der Schärfe ausbalanciert, ein Gedicht sind die dünnen Scheiben der gegrillten Ente.

 

Wok Pfanne mit Rinderlendenstreifen, Gemüse und gedämpftem Reis (10,50 €). Schlichter Name. Genuss pur.

 

Schnell noch Asiatische Nudeln mit Garnelen. Mit Zwiebeln und Gemüse gebraten, Sweet Chili Sauce (10,80 €) und ich hocke im Oriental in Bangkok an der Rott. Kernig die Krustenviecherl, bissige Nudeln , knackiges Gemüse und tolle Würze. Verflixt ist das ein pfundiges Mahl!


Rezension vom 21.02.2011 - DieSchlemmerin (www.restaurant-kritik.de)
Wir waren gestern abend zum ersten Mal im Graf-Arco-Hof. Kennen tun wir das Lokal aus den Fernsehberichten: Hüttenwirte - Abschied vom Arber" und aus Donau-TV Sendung "Kulinarisch". Die Wirtsleute Somrudee und Ignaz Fischer sehen nicht nur aus wie im Fernsehen, sie sind auch so nett. Der Stammtisch war von Einheimischen besetzt und es wurde das typische niederbayrische Dialekt gesprochen, in dem sich "Auswärtige" nur schwer zurecht finden. Wir hatten den Eindruck, dass die neuen Wirtsleute sich schnell in dem kleinen Ort Brombach (Ortsteil von Bad Birnbach) zurechtgefunden haben. Die Speißekarte ist nicht riesig. Die bayrische Küche, wie auch die thailändische Küche (wurde von meinem Vorkritiker Testone bereits ausführlich, korrekt und sehr nett beschrieben) findet man hier im Restaurant. Mein Mann hatte Pat Pet Moo zum Essen: Schweinefleich, Bohnen, Reis, sehr lecker und recht scharf. Ich habe mir ein Schnitzel gegönnt. Das war auch lecker. Aber beim nächsten Besuch werde ich auch die Thaiküche probieren. Es lohnt sich, nach Aussage meines Mannes. Mein Schnitzel kostete 8,70 Euro und das Thaimenue 11, Euro. Das Weißbier kostete 2,40 Euro und mein Radler 2,30 Euro.